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  • vor 2 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Deine Augen begegnen mir, nicht aber dein Wesen.

Dein Ausdruck, verändert.

Ein Schein deines Kostüms, darunter eine leere Haube.

Haut und Knochen.

Ein Blick, ein Lächeln, deine entgegengebrachte Hand.

Deine Worte katapultieren uns in die von dir wahrgenommene Welt.

Wir stehen am selben Ort, ohne uns bewegt zu haben.

Ich lese von dir, über dich.

Kleider, die du nach dem Tod angezogen erhältst.

Dein angeblicher Todeswunsch.

Worte deiner Übriggebliebenen.

Ein schnelles Geschäft auf wenigen Zeilen.

Ein letzter Prozess deines Lebens.

Ich besuche dich.

Warscheinlich ein letztes Mal.

Deinen Zustand gemustert, behalte ich meinen Abstand.

In dein Gesicht starrend, unwissend um eigene Empfindungen.

Ich lass mich darauf ein.

Mache ein Kreuz auf Brust und Bauch.

Plötzliche Tritte meines ungeborenen Babys.

Gott ist um mich. Gott ist in mir.

Ich bringe meine Aufmerksamkeit wieder zurück zu dir.

Dein Gesicht ist das, an dem ich festhalte.

Dankbarkeit.

Ein Moment, der deinen ganzen Aufruhr in Stille verwandelt.

Stille und Andacht.

  • vor 4 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

En la infancia florece la inocencia,

como primavera en su comienzo,

miedos pequeños, pero intensos,

reflejan un mundo inmenso.

 

Llega la adolescencia con su fuego,

etapa de cambios y descubrimientos,

nuevas comprensiones y conocimientos,

donde los miedos dan paso al ego.

 

Las estaciones de la vida avanzan,

cada etapa una danza,

dejar ir y dejar ser,

aprender a comprender.

 

En la adultez, el gozar es más sabio,

cada experiencia, un legado,

los miedos ahora acompañados,

por la certeza de lo vivido y amado.

 

Y al final, llega la muerte,

como otoño que despide el día,

un ciclo que cierra su vida,

todo pasará, es la verdad inerte.

 

El final no es sino otra etapa,

donde reflejar es necesario,

todo lo aprendido en este viaje diario,

interesante viaje que nos atrapa.

 

Dejar ir y dejar ser,

es el mensaje que al fin entendemos,

en el ciclo de la vida aprendemos,

que la vida es para aprender.

 

Así, con nuevas comprensiones y conocimientos adquiridos, la evolución del ser se enriquece en cada latido.



Dieser Text entstand im Rahmen meines Abschlusses des Nachdiplomstudiums (2024) in Kunsttherapie an der Metàfora Academy in Barcelona im Fach Entwicklungspsychologie.


  • 31. Okt. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Schattengewächse stehen länger, fallen langsamer


Durch die Jahre, in die Jahre gekommen

Durch die Zeiten, zu Zeugen der Zeit geworden

Durch die Jahreszeiten, zur Farbbekenntnis gezwungen


Drei Blätter am Baum

Fünfzehn am Boden

Vierundzwanzig vom Laubbläser verweht


Sie werden, eines nach dem andern gezählt, gezähmt.


Die Sonne zeigt ihren Glanz

Der Mond lässt sie einheitlich erscheinen

Der Wind trägt sie an unbekannte Orte


Blätter verfallen ihrem Schicksal


Trauernd um vergessene Zeiten

Freuend über vergangene Zeiten

Vertrauend um verborgene Zeiten


Die Rillen werden tiefer, die Ringe vermehrt


Die Jahre machen sich sichtbar

Die Weisheit bemerkbar

Die Entscheidungen zählbar


Mystische Unruhen im kalten Nebel


Verborgene Äste im Tal

Verbrannte Erde auf den Bergen

Tau Frische auf den Gräsern


Ein Gewächs des Schattens wird zum Schatten von Gewächsen.



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